AllgemeinDer Schock sitzt tief

19. Januar 2020

Gerade erst war Helena Eckerle von einer langen Verletzung in die Mannschaft der inexio Royals zurückgekehrt. Es war ihr zweites Saisonspiel in Wasserburg. Und dann der Schock: Bereits zu Beginn des 1. Viertels verletzt sich Helena Eckerle bei einem Zusammenprall mit einer Gegenspielerin so schwer an der Hand, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden musste. Wie lange sie ausfällt, wird sich morgen nach einer eingehenden Untersuchung in Saarlouis klären. Sie war eine Hoffnungsträgerin für die zuletzt unsichere Abwehr der Royals, weil sie trotz ihrer noch jungen Jahre sehr viel Erfahrung mitbringt aus zahlreichen Einsätzen in unterschiedlichsten Jugend- und Juniorinnen-Nationalmannschaften, weil sie in der Lage ist, ein Spiel zu lesen und sich schnell auf unterschiedliche Spielsituationen einstellen kann, weil sie körperlich gute Voraussetzungen für diesen Sport mitbringt. 

Als Anhänger der Royals frage ich mich: Was muss diese Mannschaft noch ertragen? Kein Wunder, dass sich keine Erfolge einstellen. Die Liste der schwer Verletzten in dieser Saison ist lang, zu lang. Keine andere Mannschaft der 1. DBBL hatte annähernd soviel Verletzungspech. Und wäre das alles nicht genug, bricht sich Coco Dobroniak im letzten Viertel des Spiels auch noch das Nasenbein.

Die Geschichte der Partie ist schnell erzählt: Wasserburg legt gegen völlig geschockte und indisponierte Royals im 1. Viertel eine 28:12-Führung aufs Parkett und lässt die Suppe dann über weitere 3 Viertel köcheln. Bereits zur Halbzeit liegt Wasserburg mit 19 Punkten in Front. Die zweite Halbzeit verläuft über weite Strecken ausgeglichen. Wasserburg muss zu keinem Zeitpunkt um seinen Sieg bangen, die Royals lecken ihre Wunden. 

Nun bleiben noch acht Spiele übrig, und wenn am kommenden Spieltag zuhause gegen die zuletzt so erfolgreiche Mannschaft aus Göttingen kein Sieg herausspringt, wird es dunkel am Horizont …

Es wäre notwendiger denn je, noch zwei schlagkräftige Spielerinnen zu verpflichten, doch auch hier sieht es derzeit nicht rosig aus. Der Markt bietet kaum Akteurinnen an, oder eben nur solche, die uns in unserer Situation nicht weiterhelfen können. 

Aber, wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Für die Statistiker:

Endstand: 88:64

Für die Royals punkteten: Klara Brichakova 23 Pts., Ali Gorrell 19, Seraphina Asuamah-Kofoh 7, Cherise Beynon 4, Jess Kovatch 4, Corinna Dobroniak 4, Levke Brodersen 2, Kimi Pohlmann 1