skip to Main Content

Königliche Weihnachtsgeschenke

Am letzten Spieltag in diesem Jahr trafen die Saarlouis Royals zuhause auf die Eisvögel aus Freiburg.

Die Konstellation ließ von Beginn an kein hochklassiges Basketballspiel erwarten. Beide Mannschaften wollten und mussten eigentlich gewinnen, um – im Falle von Freiburg im Mittelfeld der Liga zu bleiben – und im Falle Saarlouis, die rote Laterne abzugeben. So entwickelte sich eine von Kampf und Krampf geprägte Partie, wo man sich gegenseitig keinen Raum ließ, wo um jeden Zentimeter gekämpft und gerungen wurde und wo die beiden Schiedsrichterinnen von Anfang an klar machten, dass sie nichts zulassen würden. Nach dem ersten Kampfviertel führten die Gäste mit einem Korb beim Spielstand von 15:17. Im zweiten Viertel gelang es den Royals, sich zeitweise aus der Umklammerung zu lösen und mit zwei oder drei Fastbreaks erfolgreich zu sein. Freiburg reagierte und schnürte die Gastgeberinnen wieder ein. Halbzeitstand 31:25.

Nach dem Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit glaubte man sich als Zuschauer im Kuriositätenkabinett. Saarlouis setzte sich zunächst auf acht Punkte ab, ehe es dann für Freiburg eine vorweihnachtliche Bescherung gab. Dreimal in Folge gab Saarlouis nach Einwurf unter dem eigenen Korb den Ball an Freiburg, die sich artig bedankten und auf zwei Punkte herankamen. Mit derart leicht hergegebenen Bällen muss man sich nicht wundern, wenn man Spiele verliert. Bei Saarlouis waren zu diesem frühen Zeitpunkt bereits zwei Spielerinnen mit je vier Fouls belastet und es sollten bis zum Viertelende noch zwei weitere folgen. Freiburg nutzte das für sich, agierte ein wenig fokussierter und gewann das Viertel folgerichtig mit 16:20. Denkbar schlechte Voraussetzungen für Saarlouis vor dem Schlussabschnitt, vier Spielerinnen mit vier Fouls belastet, eine Spielerin verletzungsbedingt gar nicht am Start, eine weitere angeschlagen und nur bedingt einsatzfähig – kein gutes Omen. Und es kam, wie es kommen musste. Die Royals verloren Fitzgerald zu Beginn des letzten Viertel durch das fünfte Foul und damit ihre am heutigen Tag erfolgreichste Korbjägerin. Die Freiburger Centerin Caron-Goudreau wuchs über sich hinaus und wurde zur erfolgreichsten Spielerin in der Halle (22 Pts./9 Reb.). Saarlouis verlor komplett die Linie und auch das Viertel mit 13:19. Freiburg gewann das Spiel knapp, aber unter dem Strich verdient mit 60:64.

In Saarlouis wird es jetzt höchste Zeit, dass man sich zusammensetzt und einen Blick in die nahe Zukunft wirft. Denn, ehe man sich versieht, ist die Saison zu Ende und das Ergebnis sollte nicht 2. Liga heißen.

Back To Top
Suche